Viel Neues macht nicht nur der Mai

Foto Lernplattform Technikerschule Zürich

Überlegen Sie sich vor dem Zügeln auch immer, was Sie an den neuen Ort mitnehmen werden? Und haben Sie auch schon eine Mulde bestellt, um zu entsorgen, was nicht mehr benötigt wird? Genauso haben wir uns damit auseinandergesetzt, welche Entwicklungsschritte für die Schule im Zuge des Umzugs machbar und sinnvoll sind. 


OpenOLAT als strategische Lernplattform der Juventus Schulen 
Eine Diskussion, die sich schon länger aufdrängte, war die Wahl der Lernplattform als Basis für die Weiterentwicklung hin zu E-Learning und Blended Learning. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir uns dann für OpenOLAT als strategische Plattform entschieden, weil sie unsere Bedürfnisse am besten abdeckt. Ursprünglich ein Open-Source-Projekt, wird die Software nun von der frentix GmbH in Zürich weiterentwickelt. Ein ganz wesentlicher Aspekt bei der Entscheidung war die Möglichkeit, die Lernplattform mit unserem Verwaltungssystem zu koppeln, um den Administrationsaufwand gering und vor allem zentral zu halten. Zudem wollen wir unseren Studierenden und Dozierenden einen einzigen Zugang zu allen IT-Diensten bieten. 

In den vergangenen Monaten haben wir mit verschiedenen Projekten und Testläufen das geschaffen, was wir zu Semesterbeginn Studierenden und Dozierenden zur Verfügung stellen konnten. Wir sind stolz auf das Resultat. Ein einziges System für alles – und damit übertreiben wir keineswegs, denn es liefert aus einer Hand:

  • eine Übersicht über die laufenden Kurse für Dozierende und Studierende,
  • Infos zum Kursaufbau mit automatisch aktualisierter Teilnehmerliste, Kursterminen und Datenablage für Unterlagen,
  • einen personifizierten Einsatzplan im iCal-Format,
  • eine Absenzenkontrolle für Dozierende und eine Absenzenübersicht für die Studierenden.

Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht und zugleich eine ausgezeichnete Basis für die Weiterentwicklung der Juventus Technikerschule HF gelegt. 

Wechsel im Leitungsteam 
Eigentlich ist ja der Mai bekannt dafür, alles neu zu machen; doch sowohl der Juli als auch der September haben diesbezüglich einiges zu bieten. So dürfen wir Ihnen zwei neue Mitglieder des Schulleitungsteams vorstellen. 

Marco Frei, Studiengangsleitung HF Informatik 
Bereits in den 1980er-Jahren kam Marco Frei in Kontakt mit der Informatik, und bis heute ist er fasziniert davon. 

Der im St. Galler Oberland aufgewachsene Bündner zog nach seiner Schulausbildung nach Zürich und schloss 1996 das Studium zum Informatikingenieur ab. Anschliessend arbeitete er als Systemtechniker und Teamleiter bei verschiedenen Informatikdienstleistern. Als Bereichsleiter einer Software-Entwicklungsfirma war er für die gesamte Informatikinfrastruktur verantwortlich und konnte wertvolle Erfahrungen in einem breiten technischen und organisatorischen Umfeld sammeln. 2012 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und ist seither stolzer Inhaber einer eigenen Informatikfirma. In nebenberuflicher Tätigkeit unterrichtet er sowohl an der Höheren Fachschule als auch an der Berufsschule Informatik und Systems Engineering. Zudem ist er als Prüfungsexperte für Diplom- und Praxisarbeiten tätig und führt diese Aufgaben mit viel Freude und grossem Engagement aus. 

Im Juli 2017 übernahm er die Stelle als Studiengangsleiter HF Informatik an der Juventus Technikerschule HF. In dieser neuen Funktion möchte er den aktuellen technischen Trends in der Informatik folgen und dabei zusammen mit Dozierenden und Studierenden wichtige Brücken zwischen der Industrie und der Schule bauen. Sehr wichtig ist ihm, als Ansprechperson für Fragen und Anliegen im Studiengang für alle zur Verfügung zu stehen.

Der stolze Vater von zwei Jungen im Schulalter geniesst jede freie Minute mit seiner Familie. Als seine grösste Leidenschaft bezeichnet Marco Frei das Reisen, sowohl in entfernte Länder als auch in den einheimischen Bergen. 

Jonas Weiss, Studiengangsleitung HF Elektrotechnik 
Jonas Weiss ist zusammen mit zwei Geschwistern in Laufenburg AG aufgewachsen und stieg in die Berufswelt ein mit einer Lehre als Automatiker bei einer kleinen Firma in Stein-Säckingen AG.  Nach seiner Militärdienstzeit arbeitete er während mehrerer Jahre bei der ABB in der Montage und im Prüffeld. Während dieser Zeit absolvierte er die Ausbildung zum Energietechniker HF an der Technikerschule HF in Baden. 

Anfang September 2017 hat Jonas Weiss die Stelle als Studiengangsleiter HF Elektrotechnik (Elektronik und Energietechnik) übernommen, betreut die Laboreinrichtungen und steht den Juventus Schulen für Unterhalt und Weiterentwicklung der IT zur Verfügung. In seiner neuen Funktion möchte er die Entwicklung der HF-Elektronik- und HF-Energietechnik-Ausbildung vorantreiben und zusammen mit Partnern aus der Industrie die Laboreinrichtungen auf dem neusten Stand der Technik halten. 

Heute wohnt der Aargauer in Frick. Privat treibt er oft und gerne Sport, für ihn der perfekte Ausgleich zum Arbeitsalltag. 

Erweiterung des Laborkonzepts 
Das mobile Laborkonzept der Juventus Technikerschule HF lebt auch am neuen Standort weiter. Und es wird noch ausgebaut, denn bis zu den Herbstferien werden zusätzlich zwei Ateliers eingerichtet. Zum einen möchten wir damit die Ausbildung im Bereich SPS und KNX noch praxisnäher gestalten, um vertieft spezifische Problemstellungen bearbeiten zu können. Zum anderen möchten wir in der HF-Elektronik-Ausbildung den Studierenden ermöglichen, den Prozess der Schaltungsentwicklung an verschiedenen Fallstudien zu üben – von der Idee über den Entwurf, die Simulation und Dimensionierung bis hin zum Aufbau, zur Inbetriebnahme und zum Test. Dazu müssen bestimmte Konfigurationen über längere Zeit verfügbar sein, was bei einem mobilen Konzept nur mit erhöhtem Aufwand machbar ist. 

Die Ateliers werden auch die ideale Plattform bieten, für bestimmte Themen studiengangübergreifende Projekte durchzuführen. Ideale Übungsfelder sind die Gebäudeautomation im Verbund mit Informatik, die Integration von elektronischen Geräten in bestehende Bussysteme oder die Steuerung und Regelung von Maschinen oder Maschinengruppen.