KNX Bussystem - Technikerschule Juventus HF Zürich

Wenn die Türglocke weiss, was im Kühlschrank steht …

Energie sparen zu wollen, ist das eine, dies auch zu tun, etwas anderes! In der modernen Gebäudeautomation führt dieser Weg praktisch immer über das Bussystem KNX. Deshalb hat die Juventus Technikerschule HF Zürich die Ausbildung an diesem System auf das Herbstsemester 2016 vollumfänglich in den Unterricht integriert. In Zusammenarbeit mit René Senn vom Verein KNX Schweiz, der sich die Förderung von vernetzter Energietechnik auf die Fahnen geschrieben hat, hat Valentin Keller, Studiengangleiter der Technikerschule, das Fach Bussysteme vollständig neu gestaltet. Im Zentrum stehen nun Gebäudeautomation mit KNX und Energieeffizienz.

Während 76 Präsenzstunden und rund 30 Stunden Selbststudium erlangen die Studierenden elementare Grundkenntnisse in der Projektierung von Gebäudeautomationsanlagen nach der Norm SIA-386. Ein grosser Vorteil für die Studierenden, so Valentin Keller, liegt auch darin, dass diese Ausbildung herstellerneutral ist und den Studierenden zum Ende des Semesters ermöglicht, das KNX-Partner-Zertifikat zu erlangen. Dieses Zertifikat wird von KNX-Swiss vergeben, ist weltweit anerkannt und wird in der Industrie hoch geschätzt.

Vom Einfachen zum Komplexen
An einer von der Juventus Technikerschule HF Zürich und KNX Schweiz konzipierten mobilen Übungsanlage, welche den Studierenden auch ein Training ausserhalb der Schulräume erlaubt, lernen sie die Grundsätze von KNX kennen und erstellen selbst erste einfache Konfigurationen. Weil der Appetit bekanntlich mit dem Essen kommt, ist die Übungsanlage so ausgelegt, dass die einzelnen mobilen Einheiten entweder mit weiteren Produkten beliebiger Hersteller gekoppelt oder untereinander zu grösseren Netzwerken verbunden werden können. Dies erlaubt den Studierenden, in der zweiten Hälfte der Ausbildung komplexe Sachverhalte aus der Realität nachzubilden und praxisnah zu projektieren. Auf diese Weise können sehr viele Aspekte des Gebäudebusses sichtbar und erlebbar gemacht werden.

Konnex KNX im Trend
Aus einem europaweiten Projekt von Firmen aus Frankreich, Belgien und den Niederlanden – das Projekt trug den Namen Konnex –, welches die Entwicklung von intelligenten Heim- und Gebäudeanwendungen fördern wollte, ist dann 1999 KNX entstanden.

Grundsätzlich liefert KNX neben Energieeffizienz auch mehr Komfort beim Wohnen und Arbeiten – zum Beispiel durch perfektes Timing von Licht und Temperatur, zugeschnitten auf das gewünschte Ambiente. So erscheint das Abendessen mit Freunden buchstäblich in einem neuen Licht und am Arbeitsplatz schafft inskünftig ein neues Ambiente für mehr Motivation. KNX wird in Zukunft die prägende Rolle für Wirtschaftlichkeit und Energieeffizienz in Geschäfts- und Bürogebäuden spielen. Das Potenzial für Optimierungen in diesen Bereichen ist derzeit sehr gross: Angefangen bei einfachen Einzelraumregelung, über Spareffekte bei Gebäudeheizungen bis hin zur Sicherheit vor Einbruch und Wetterschäden.
Wir sind sehr stolz, ab diesem Herbst Fachkräfte für den zukunftsträchtigen Bereich der Energietechnik ausbilden zu dürfen.

Für mehr Informationen können Sie direkt auf Valentin Keller, Studiengangleiter HF Energietechnik, zukommen: +41 43 268 25 91, valentin.keller@technikerschule-hf.ch.