„Smart Home“ setzt auf Networking - Juventus Technikerschule HF

„Smart Home“ setzt auf Networking

Lesen Sie hier die Erolgsgeschichte von Claudio Hediger.

Stellen Sie sich vor: Intelligente Küchengeräte, Belüftungs- und Lichtsysteme, Staubsaugerroboter und Fernseher kommunizieren alle miteinander über ein einziges Steuerungsgerät. Es ist klar, die Zukunft gehört der Gebäudeautomation. Das „Smart Home“ ist zudem nicht nur exklusiv und komfortabel, sondern auch ökologisch sinnvoll.
Primär geht es um die effiziente Energieraumregelung und optimalen Komfort bei maximaler Energieeinsparung. Ein riesiger Markt. Für die Entwickler solcher ingenieurtechnisch hochkomplexen Geräte sind gezielte, berufsbegleitende Weiterbildungen ein wichtiger Karrierefaktor. Die Erfolgsgeschichte von Claudio Hediger.

Warum boomt das „Intelligent Home“?
Eine intelligente Vernetzung der Gebäudetechnik erlaubt eine zentrale Steuerung aller wichtigen Systeme eines Haushalts. Dies betrifft gleichermassen Sicherheitsanlagen wie Heiz- und Beleuchtungssysteme. Die gesamte elektronische Infrastruktur kann dabei schliesslich via Fernüberwachung auf dem eigenen Smartphone überwacht werden. Fern-Kochen und Fern-Waschen wird rund um die Uhr möglich.
 
Warum an die Technikerschule HF der Juventus Schulen? 
Claudio Hediger, 29, hat sich von 2007 bis 2011 an der MSW Winterthur zum Elektroniker EFZ ausbilden lassen. Gymnasiale Optionen hat er damals als zu theorie- und sprachlastig empfunden.

Die ersten beruflichen Sporen hat sich Hediger bei der Indel AG in Russikon und schliesslich während vier Jahren bei Landis & Gyr als Electronic Engineer abverdient, wo er bei der Entwicklung neuer Zählerkomponenten und Embedded Systemen einen faszinierenden Zugang zur Elektrotechnik gefunden hat. Eine Standortbestimmung hat in dieser Situation gezeigt, dass nur eine Weiterbildung zum Ingenieur eine berufliche Weiterentwicklung ermöglichen kann.

Seit 2019 und bis heute arbeitet Hediger Teilzeit bei DMB Technics, einem Anbieter kundenspezifischer Displays, wo er als FAE / Project Manager angestellt ist und beratend zum Einsatz kommt. Als Ausgleich zu seiner nur vordergründigen Theorielastigkeit bewegt er sich gerne in der Natur, klettert im Gebirge und kocht leidenschaftlich.

Ausschlaggebend für die Wahl der jetzigen Weiterbildung an der Juventus Technikerschule HF waren die kürzere Ausbildungsdauer im Vergleich zu anderen HF-Schulen, der gute Ruf dieser Weiterbildung sowie der günstig gelegene Standort.

Hediger betont: „Wichtig für den Erfolg bei einer so intensiven Weiterbildung sind die Eigenmotivation und die intrinsische Freude am Lernen, welche Teil des eigenen Lebensstils sein sollten.“

Claudio Hediger hat bereits 2014 die „bls“ als Co-Founder gegründet, die bis heute ein Verein ist und sich als Plattform für den fachlichen und beratenden Austausch zu elektrotechnischen Fragestellungen versteht.

Seit 2017 hat Hediger die Ausbildung zum Dipl. Ing. Elektrotechnik HF an der Juventus Technikerschule HF besucht, die er in diesem Jahr abgeschlossen hat. Die Diplomarbeit wurde in Eigenregie erarbeitet, eingereicht und überzeugt durch ihre profunde Auseinandersetzung mit dem Thema Smart Home, das, mit kompetenter Hilfe von Elektroingenieur HTL Peter Jost, Schulleiter, zu einem zukunftsweisenden HUB-Prototyp mit der Bezeichnung „Symphonist“ geführt hat. Die sehr gute Endnote spricht für sich.

Was ist der „Symphonist“?

„Im Rahmen der Diplomarbeit, die eine Marktanalyse eingeschlossen hat, wurde ein System, eine Basisstation/HUB, zur einheitlichen und einfachen Einbindung bestehender Hausautomatisierungslösungen konzipiert und gebaut. Dieses System, der „Symphonist“, ermöglicht ZigBee-kompatiblen Geräten die drahtlose Anbindung“, betont Claudio Hediger, der bereits ein optimiertes Nachfolgemodell für den „Symphonist 1“ in Aussicht stellt, das ein hohes Potential zur Marktreife haben dürfte. Die Bezeichnung „ZigBee“ wurde übrigens aus dem „Zick-Zack-Tanz“ der Honigbienen abgeleitet, wie ihn Karl von Frisch in „Orientierung und Tanzsprache der Bienen“ vor Jahren beschrieben hat.

Der semiprofessionelle „Symphonist“ ist heute eine standardisierbare Novität. Das hochfrequente ZigBee ist ein gegenüber allen Herstellern offenes, vielseitiges, energieeffizientes Heimvernetzungs-Funkprotokoll, das extra für das Smart Home konzipiert wurde und leicht eingerichtet werden kann. Intelligente Hausautomationssysteme können Geräte ein- und ausschalten sowie steuern, Lichter dimmen, motorisierte Rollläden und Jalousien automatisieren und viele Komfortanwendungen realisieren, die durch technische Vereinfachungen und neue Sicherheitsstandards laufend an Attraktivität gewinnen. Der Home Automation gehört die Zukunft.

Seit 2019 besucht Hediger die Weiterbildung zum Dipl. Ing. HF Informatik, die er 2021 abschliessen wird und sein vorgehendes Studium inhaltlich perfekt ergänzt. Seine berufliche Vision ist es, zunehmend als Consultant im Bereich komplexer Aufgabenfelder der Elektrotechnik und Applikationsentwicklungen aktiv zu sein. Es muss eine Tätigkeit sein, in der sich seine verschiedenen Fertigkeiten in einer Handlungskompetenz vernetzen und nach weiteren Herausforderungen suchen können – eine Weiterbildung in Richtung Wirtschaft wird geprüft.